Arbeitsprogramm

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Auf dieser Seite finden Sie unser Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2026 –  2032. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim lesen.

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Präambel

Beratzhausen steht seit Jahren vor großen Herausforderungen – und vor großen Chancen. Als wir zur letzten Wahl angetreten sind, haben wir uns bewusst gegen ein klassisches Wahlprogramm mit einer Vielzahl einzelner Versprechungen entschieden. Denn solche Programme listen oft Maßnahmen auf, ohne sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Stattdessen haben wir ein Arbeitsprogramm vorgelegt, das auf klaren Zielbildern basiert: Leitlinien, die Orientierung geben, Prioritäten setzen und deutlich machen, wohin sich Beratzhausen entwickeln soll.

Dieser Ansatz hat sich bewährt.

Wir haben nicht nur Projekte angekündigt, sondern sie strukturiert vorbereitet, diskutiert, entschieden und umgesetzt – in der Infrastruktur, bei Digitalisierung und Energie, in der sozialen Entwicklung, bei Bildung, Ehrenamt und Zusammenhalt. Wir haben investiert, modernisiert und gestaltet, dabei gleichzeitig solide gewirtschaftet, Schulden abgebaut und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde gesichert. Wir haben gezeigt, dass verantwortungsvolle Kommunalpolitik bedeutet, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Beratzhausen Schritt für Schritt zukunftssicher zu machen.

Dabei war unser Handeln stets von einem klaren Grundsatz getragen: Fortschritt entsteht nicht durch Aktionismus, sondern durch klare Ziele, verlässliche Strukturen und konsequentes Arbeiten. Große Linien und kleine Schritte gehören zusammen. Visionen brauchen Bodenhaftung – Alltagsthemen verdienen die gleiche Aufmerksamkeit wie Leuchtturmprojekte.

Deshalb setzen wir diesen Weg fort – wir wollen weiterMACHEN.

Auch für die kommende Wahlperiode legen wir kein Versprechenspapier vor, sondern ein weiterentwickeltes Arbeitsprogramm. Es orientiert sich an vier Leitbildern, die beschreiben, wofür wir stehen, warum wir handeln und welches Zukunftsbild wir für Beratzhausen haben. Diese Leitbilder geben Richtung, ohne starr zu sein, lassen aber Raum für neue Herausforderungen, ohne den Kompass zu verlieren.

Unsere Leitbilder stehen für:

  • eine Gemeinde, die investiert, Werte schafft und dauerhaft erhält,
  • eine Gemeinde, die generationengerecht handelt und finanziell stabil bleibt,
  • eine Gemeinde, in der Zusammenhalt, Ehrenamt und Verantwortung sichtbar gelebt werden,
  • und eine Gemeinde, die jeden Tag ein Stück besser werden will – pragmatisch, modern, verlässlich.

Wir sind überzeugt: Zukunft entsteht nicht durch Zufall. Sie entsteht durch Haltung, durch klare Ziele und durch den Mut, Entscheidungen zu treffen – auch dann, wenn der Weg nicht immer bequem ist. In den vergangenen Jahren hat Beratzhausen gezeigt, was möglich ist, wenn Verwaltung, Politik, Ehrenamt und Bürgerschaft gemeinsam an einem Strang ziehen.

Mit diesem Arbeitsprogramm führen wir fort, was wir begonnen haben.

Wir übernehmen Verantwortung – für die Menschen,
die heute hier leben, und für diejenigen, die nach uns kommen.


Wir gestalten Beratzhausen mit den 56 Ortsteilen enkelfähig, lebenswert und stark.


Und wir MACHEN weiter – für ein Beratzhausen, das wächst, sich weiterentwickelt und seinen eigenen Weg geht.

Jeden Tag ein Stück besser.

Leitbild 1:
Investieren & Werte schaffen und erhalten

Kommunale Entwicklung braucht mehr als Einzelprojekte. Sie braucht Haltung, Mut und einen klaren Plan. In Beratzhausen haben wir in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir investieren können, ohne unsere finanzielle Stabilität aus den Augen zu verlieren. Unsere Gemeinde ist gewachsen – an Einwohnern – von rund 5.500 auf 5.900  – und wirtschaftlich – das Gewerbesteueraufkommen hat sich im gleitenden Durchschnitt von etwa 900.000 Euro auf über 1,7 Millionen Euro pro Jahr erhöht.

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Wir haben gezielt investiert: Gebäude saniert, neue Infrastruktur geschaffen, unsere Feuerwehren modernisiert, die Grundlagen für eine zukunftssichere Eigenstromversorgung gelegt und mit dem eigenen Glasfaserausbau begonnen. Damit haben wir Weichen gestellt, die Beratzhausen auf Jahrzehnte hinaus stärken.

Doch Investitionen sind keine Momentaufnahme. Sie sind Teil eines dauerhaften Prozesses, denn unsere Gemeinde lebt, wächst und verändert sich. Viele kommunale Gebäude stammen aus einer Zeit mit völlig anderen Anforderungen an Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Nutzung. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an Mobilität, Digitalisierung, Freizeitqualität und Wohnraum.

Unser Anspruch ist klar: Wir investieren nicht um der Investition willen. Wir investieren, um Werte zu schaffen und dauerhaft zu erhalten. Für ein Beratzhausen, das wirtschaftlich stark bleibt, Familien Wohnraum bietet, Energiekosten senkt, Vereine unterstützt und attraktiv ist – für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer.

Beratzhausen entwickeln wir strategisch weiter: planvoll, nachhaltig und solide, mit Blick auf die gesamte Großgemeinde. Die großen Linien stehen – jetzt geht es darum, die nächsten Schritte konsequent zu gehen.

Wir machen weiter.

Für eine Gemeinde, die sich traut, Vorhaben anzupacken.

Für eine Gemeinde, die investiert, weil sie an ihre Zukunft glaubt.

Dies werden wir unter anderen erreichen durch:

Wohnen ist eine der zentralen Fragen unserer Zeit – und es wird zunehmend teurer. Der Freistaat Bayern unterstützt Kommunen beim Bau eigener Wohnungen. Mit gefördertem Wohnungsbau, etwa über die KMB oder die Kreiswohnungsbaugesellschaft, schaffen wir zusätzlichen Wohnraum für Familien, Alleinerziehende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit mittleren Einkommen. Gleichzeitig entstehen dabei dauerhafte Vermögenswerte für die Kommune und damit für die Allgemeinheit. So sorgen wir dafür, dass Beratzhausen für unterschiedliche Lebensphasen attraktiv bleibt und niemand aufgrund steigender Mieten den Ort verlassen muss.

Beratzhausen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen – sowohl bei den Einwohnerzahlen als auch bei den Gewerbesteuereinnahmen. Der Fokus soll nun verstärkt auf der Sicherung und Schaffung örtlicher Arbeitsplätze liegen. Das Gewerbegebiet Windstall ist dabei ein zentraler Entwicklungsbereich. Durch eine gezielte Weiterentwicklung schaffen wir Raum für Betriebe, Arbeitsplätze und neue Nutzungsmöglichkeiten. Unser Ziel ist eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung, die Perspektiven vor Ort eröffnet.

Beratzhausen soll weiter wachsen – aber mit Maß und Ziel. Durch eine behutsame und kontinuierliche Ausweisung von Baugebieten, etwa in Oberndorf, schaffen wir Wohnraum, ohne Strukturen zu überfordern. Dabei achten wir auf Infrastruktur, Ortsbild und Lebensqualität.

Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute so wichtig wie Straßen oder Wasserleitungen. Mit dem eigenen Glasfaserausbau stellen wir sicher, dass ganz Beratzhausen – unabhängig von Lage oder Ortsteil – zukunftsfähig angebunden ist. Das stärkt den Wirtschaftsstandort, ermöglicht modernes Arbeiten und erhöht die Attraktivität unserer Gemeinde für Familien und Betriebe.

Ein verlässliches Ganztagsangebot ist ein zentraler Baustein für Bildungsgerechtigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und einen funktionierenden Alltag. Mit dem Ausbau der Ganztagesschule an der Grundschule schaffen wir ein durchgängiges Angebot aus Kinderhort, Mittagsbetreuung und gemeinsamer Kantine, das Lernen, Betreuung und Verpflegung sinnvoll verbindet. So entstehen verlässliche Strukturen für Kinder und Eltern, kurze Wege und ein pädagogisch abgestimmter Tagesablauf. Der Schulstandort wird damit nachhaltig gestärkt und zu einem Ort, der Bildung, Gemeinschaft und Alltag miteinander verbindet.

Sichere und attraktive Radwege sind ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz, Gesundheit und Verkehrssicherheit. Mit dem Ausbau dieser Verbindung schaffen wir eine sichere Alltags- und Freizeitroute, die den Radverkehr stärkt, gleichzeitig die Ortsteile besser vernetzt und mehr Möglichkeiten für Begegnungen und gemeinsames Erleben schafft. Der Volksfestplatz wird dabei – gemeinsam mit der neuen Fuß- und Radbrücke zur Mühlenstraße – zu einem zentralen Knotenpunkt. Von hier aus entstehen sichere Verbindungen nach Pfraundorf, ins Ortszentrum, zum Freibad, zu Einkaufsmöglichkeiten und ins Labertal. So wird Radfahren im Alltag einfacher, sicherer und attraktiver.

Das Wiendlgelände soll auf Grundlage der Ergebnisse des Bürgerworkshops weiterentwickelt werden. Die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung bilden dabei eine wichtige Grundlage für die Planung. Ziel ist ein realistisches und umsetzbares Gesamtkonzept, das wirtschaftlich tragfähig ist und sich sinnvoll in den Ort einfügt.

Angestrebt wird ein ausgewogener Nutzungsmix, der Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen und – wo sinnvoll – öffentlich nutzbare Bereiche miteinander verbindet. So kann ein lebendiges Viertel entstehen, das einen Mehrwert für die Gemeinde schafft und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt.

Die Planung erfolgt gemeinsam mit der Gemeinde, dem Kommunalunternehmen und in Zusammenarbeit mit geeigneten Entwicklern. Dabei setzen wir auf klare Ziele, verlässliche Rahmenbedingungen und eine schrittweise Umsetzung. So schaffen wir eine nachhaltige Entwicklung mit Augenmaß – im Interesse der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger.

Erneuerbare Energien bedeuten nicht nur Klimaschutz, sondern sind auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dort, wo Projekte aufgrund der bundesrechtlichen Privilegierung für uns nicht steuerbar sind, setzen wir auf Verhandlung und Beteiligung. Ziel ist es dabei, regionale Wertschöpfung zu sichern – etwa durch kommunale Beteiligungen, Strompreisrabatte für Bürgerinnen und Bürger oder Stiftungsmodelle. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass die Gewerbesteuer in Beratzhausen verbleibt.

Energieeffizienz ist aktiver Klimaschutz und spart dauerhaft Kosten. Durch gezielte Maßnahmen wie z.B. die PV Strategie, Wärmedämmungen oder effizientere Heizungssteuerungen senken wir den Energieverbrauch unserer Liegenschaften, reduzieren Betriebskosten und entlasten damit langfristig den Gemeindehaushalt – ohne Komfortverluste.

Öffentliche Räume sind entscheidend für die individuelle Lebensqualität und das Miteinander. Der Bürgerpark – schon jetzt ein Beispiel für gelebte Gemeinschaft soll weiterentwickelt werden, mit Fördermitteln des Freistaats Bayern, z.B. in Form eines Café/Eis-Pavillons. Damit stärken wir Orte der Begegnung, die Generationen verbindet und Beratzhausen noch lebenswerter macht.

Das Freibad ist weit mehr als eine Freizeiteinrichtung – es ist ein Ort der Begegnung und des Gesprächs für Jung und Alt – ein Teil der Lebensqualität in Beratzhausen, vor allem aber unser Stolz und Aushängeschild. Trotz schwieriger Finanzlage sichern wir den langfristigen Betrieb durch gezielte Investitionen, energetische Verbesserungen und eine schrittweise Modernisierung. Ziel ist ein attraktives Freibad für alle Generationen.

Viele kommunale Gebäude wie Schule oder Rathaus müssen an heutige Anforderungen angepasst werden. Wir setzen weiter auf eine kontinuierliche, finanzschonende Erhaltung statt einer kostenraubenden Generalsanierungen. Wo Fördermittel möglich sind, werden diese gezielt genutzt. Dabei stehen Energieeffizienz, Funktionalität und langfristige Werterhaltung im Mittelpunkt.

Mit dem Abbruch des sogenannten Baderhäusls und der dadurch möglichen offenen Gestaltung des Schlosshofs schaffen wir neue Aufenthaltsqualität im Ortskern und einen nutzbaren Raum, etwa für den Weihnachtsmarkt oder kleinere Märkte und Veranstaltungen. Ziel ist es, historische Bausubstanz besser erlebbar zu machen, Wegebeziehungen zu verbessern und das Ortsbild nachhaltig zu stärken.

Das Nahwärmenetz ist ein zentraler Baustein unserer kommunalen Energiewende. Wir treiben die Planung weiterer Ausbauabschnitte konsequent voran, um mehr Haushalte die Möglichkeit zu bieten, CO₂ zu sparen und langfristig stabile Wärmepreise zu erhalten. Das stärkt Klimaschutz und regionale Unabhängigkeit.

Leitbild 2:
Beratzhausener Generationenvertrag

Eine Gemeinde ist dann stark, wenn alle Generationen darin ihren Platz haben: Kinder und Jugendliche, Familien, Berufstätige und Seniorinnen und Senioren – jede Lebensphase ist gekennzeichnet durch eigene Bedürfnisse, Erwartungen und Herausforderungen. In den vergangenen Jahren haben wir gezielt in Familien und die Jüngsten unserer Gesellschaft investiert: Spielplätze modernisiert, Kinderbetreuung ausgebaut, Jugendangebote gestärkt und Räume für Begegnung geschaffen. Gleichzeitig ist es gelungen, diese Investitionen mit finanzieller Stabilität zu verbinden.

Im nächsten Schritt geht es nun um die richtige Balance zwischen den Generationen. Deshalb schließen wir den Beratzhausener Generationenvertrag.

Unser Ziel ist: Beratzhausen soll mit all seinen Ortsteilen enkelfähig und großelternfähig sein. Eine Gemeinde, die jungen Menschen Perspektiven eröffnet, Familien im Alltag unterstützt und gleichzeitig ältere Menschen nicht aus dem Blick verliert. Eine Gemeinde, die soziale Infrastruktur stärkt, bezahlbaren Wohnraum ermöglicht, gesellschaftliche Teilhabe fördert und Armut im Alter vorbeugt

Zum Generationenvertrag gehört auch eine verantwortungsvolle Finanzpolitik. Wir haben Schulden abgebaut und gleichzeitig Zukunftsprojekte umgesetzt. Diese Linie setzen wir fort: Investieren mit Augenmaß, ohne den kommenden Generationen finanzielle Lasten aufzubürden.

Der Beratzhausener Generationenvertrag bedeutet Verantwortung in beide Richtungen: Respekt vor den Leistungen früherer Generationen – und Verantwortung für diejenigen, die nach uns kommen. Er bedeutet Zusammenhalt statt Gegeneinander und Angebote, die Menschen verbinden, nicht trennen.

Wir machen weiter.

Für ein Beratzhausen, das jung ist und alt sein darf.

Für ein Beratzhausen, das über Generationen hinweg zusammenhält.

 

Dies werden wir unter anderen erreichen durch:

Bis 2020 waren die Schulden das allgegenwärtige Damoklesschwert über der Gemeinde. Finanzielle Handlungsfähigkeit ist jedoch eine zentrale Frage der Generationengerechtigkeit. Vor sechs Jahren haben wir deshalb das klare Ziel ausgegeben, Beratzhausen bis 2040 schuldenfrei zu machen – und seit 2020 bereits rund 3,4 Millionen Euro getilgt.

Dieses Ziel bleibt Richtschnur unseres Handelns. Wir wollen investieren, ohne Luftschlösser zu bauen und ohne kommende Generationen zu belasten. So schaffen wir die notwendigen Spielräume für Zukunftsaufgaben. Solide Haushaltsführung ist dabei kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für soziale Sicherheit, politische Gestaltungskraft und kommunale Freiheit.

Eine solide Haushaltsführung ist Voraussetzung für finanzielle Handlungsfähigkeit und generationengerechte Politik. Durch die konsequente Fortführung der von uns initiierten Haushaltskonsolidierung schaffen wir die Grundlage, weiterhin Stabilisierungshilfen des Freistaats Bayern in Anspruch nehmen zu können. Diese Mittel ermöglichen gezielte Sondertilgungen und notwendige Investitionen, ohne die Belastung künftiger Generationen zu erhöhen. So sichern wir finanzielle Stabilität, Planungssicherheit und Spielräume für soziale und infrastrukturelle Aufgaben.

Einnahmen aus Anlagen der erneuerbaren Energien leisten über den sogenannten Kommunalbonus einen wichtigen Beitrag für die Gemeinde. Wir teilen diese Mittel bewusst auf: 50 Prozent fließen zur Stärkung des laufenden Haushalts, die übrigen 50 Prozent werden langfristig angelegt – bevorzugt wieder in erneuerbare Energien. So schaffen wir dauerhafte Erträge, stärken die kommunalen Finanzen und sichern finanzielle Handlungsspielräume für die Zukunft. Der Beratzhausener Zukunftsfonds ist damit gelebte Vorsorge für kommende Generationen.

Fördermittel eröffnen finanzielle Spielräume, ohne den kommunalen Haushalt zusätzlich zu belasten. In den vergangenen sechs Jahren konnten so rund 9,4 Millionen Euro nach Beratzhausen geholt werden – zuzüglich der Mittel für den Glasfaserausbau. Diese erfolgreiche Fördermittelarbeit setzen wir konsequent fort, um Projekte in den Bereichen Soziales, Bildung, Infrastruktur und Ehrenamt zu ermöglichen. Auf diese Weise stärken wir gezielt die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde und schaffen dauerhafte Vermögenswerte für die Allgemeinheit.

Zusätzliche finanzielle Spielräume wollen wir gezielt nutzen, um Schulden schneller abzubauen. Die Fortführung der Rücklagenbildung, unter anderem über Bausparverträge, für Sondertilgungen stärkt die langfristige Stabilität des Gemeindehaushalts und beschleunigt den Weg zur Schuldenfreiheit – verantwortungsvoll und generationengerecht.

Ein kommunaler Seniorenbeauftragter soll als feste Ansprechperson die Interessen älterer Menschen bündeln und vertreten. Damit stärken wir Mitsprache, Koordination und Sichtbarkeit von Seniorenthemen innerhalb der Gemeindearbeit.

Ältere Menschen sollen sichtbar Teil des gesellschaftlichen Lebens bleiben. Mit einem jährlichen Seniorentag und regelmäßigen Seniorentreffs schaffen wir Orte der Begegnung, des Austauschs und der Information. Gleichzeitig stärken diese Formate die örtliche Gastronomie und das Leben in allen Ortsteilen. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu fördern, Einsamkeit vorzubeugen und den Dialog zwischen den Generationen zu stärken.

In Beratzhausen gibt es bereits vielfältige Angebote für ältere Menschen – vom Seniorenheim über die Senioren-WG und mobile Pflegedienste bis hin zum neuen Wohnprojekt „Wohnen 60+“ in den Herbstwiesen. Die Zahl älterer Menschen wächst, und mit ihr der Bedarf an passender Betreuung und Pflege. Wir sichern und unterstützen deshalb den bedarfsgerechten Ausbau und den Erhalt dieser Angebote. Ziel ist es, ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen und gleichzeitig Angehörige zu entlasten.

Unterschiedliche Lebensphasen haben unterschiedliche Informations- und Beteiligungsbedürfnisse. Deshalb entwickeln wir Bürgerversammlungen und Beteiligungsformate gezielt weiter – etwa zu Bürgerforen für Seniorinnen und Senioren oder in eigenen Formaten für junge Menschen. So stellen wir sicher, dass Information, Beteiligung und Dialog alle erreichen und Mitwirkung für jede Generation möglich bleibt.

Mobilität bedeutet Selbstständigkeit. Mit einem Konzept für seniorenfreundliche Wege im Innenort und an den Wanderstrecken – etwa durch Sitzmöglichkeiten, sichere Querungen und barrierearme Gestaltung – verbessern wir die Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität für ältere Menschen und letztlich für alle Generationen.

Begegnung braucht Räume – und lebendige Ortsmitten. Deshalb schaffen und stärken wir Treffpunkte im gesamten Gemeindegebiet, insbesondere in den Ortskernen unserer Großgemeinde. Mit Aufenthaltsqualität, kurzen Wegen und generationenübergreifend nutzbaren Angeboten machen wir Ortsmitten wieder zu Orten der Begegnung, der Versorgung und der Identität. Das können bewusst auch kleinere Maßnahmen sein: eine Sitzbank im Grünen, schattenspendende Bäume oder eine überdachte Pergola. Solche Orte fördern Gemeinschaft, Austausch und ein lebendiges Miteinander im Alltag.

Familien brauchen verlässliche Anlaufstellen – gerade in herausfordernden Lebensphasen. Mit dem von uns initiierten Familienstützpunkt verfügt Beratzhausen bereits über ein wichtiges Angebot zur Beratung, Unterstützung und Vernetzung. Durch den weiteren Ausbau stärken wir Familienangebote gezielt, bündeln bestehende Strukturen und erleichtern den Zugang zu Hilfe und Information. Ziel ist es, Familien im Alltag spürbar zu entlasten und sie in unterschiedlichen Lebenslagen wirksam zu unterstützen.

Ferienangebote sind ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gemeinsam mit dem Landkreis und den örtlichen Vereinen bauen wir das Ferienprogramm weiter aus. Dabei sollen die Vereine eine besondere Rolle spielen und ihre Arbeit für Kinder und Jugendliche sichtbar machen. So schaffen wir attraktive Angebote für junge Menschen und stärken gleichzeitig das Ehrenamt in unserer Gemeinde.

Leitbild 3:
Zusammenhalt weiter stärken und fördern

Eine Gemeinde lebt nicht von Straßen, Gebäuden oder Haushaltszahlen – sie lebt von den Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich engagieren und füreinander da sind. Beratzhausen ist reich an diesem Engagement: in Vereinen, Feuerwehren, kirchlichen und sozialen Initiativen, in den Ortsteilen und in vielen Formen des freiwilligen Einsatzes, die oft im Hintergrund stattfinden.

In den vergangenen Jahren haben wir viel dafür getan, dieses Ehrenamt zu unterstützen, sichtbar zu machen und zu entlasten. Doch Zusammenhalt entsteht nicht von selbst. Er braucht Anerkennung, Verlässlichkeit und Rahmenbedingungen, die Engagement ermöglichen – nicht erschweren. Er braucht Orte der Begegnung, offene Strukturen und die Bereitschaft, neue Formen des Miteinanders zuzulassen.

Unser Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Beratzhausen und den Ortsteilen weiter zu stärken. Wir wollen das klassische Vereinsleben ebenso fördern wie das freie Ehrenamt, Menschen zusammenbringen und neue Zugänge zum Mitmachen schaffen. Dabei setzen wir auf unbürokratische Unterstützung, Wertschätzung und echte Beteiligung.

Zusammenhalt bedeutet für uns:

Verantwortung teilen.

Engagement ermöglichen.

Gemeinschaft leben – über Generationen, Ortsteile und Lebenssituationen hinweg.

Wir machen weiter.

Für ein Beratzhausen, in dem jeder seinen Platz hat.

Für ein Beratzhausen, in dem Engagement gesehen, unterstützt und gelebt wird.

Dies werden wir unter anderen erreichen durch:

Hilfe soll dort ankommen, wo sie gebraucht wird. Das Weihnachtshilfswerk „Sabinchen“ der Marktgemeinde ist seit vielen Jahren ein wichtiger sozialer Beitrag für Menschen, denen es nicht so gut geht, und für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Gerade in der Weihnachtszeit vermittelt es eine einfache, aber starke Botschaft: Jemand denkt an euch. Wir entwickeln dieses Weihnachtshilfswerk weiter zur kommunalen „Stiftung Herz für Beratzhausen“ für alle Generationen. Auf Basis eines festen Grundstocks soll die Stiftung dauerhaft Hilfe leisten – für ältere Menschen und Menschen, die gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, für Familien in Not, denen wir eine Freude machen wollen, und für Kinder, etwa durch Zuschüsse zu Schulausflügen oder zur sozialen Teilhabe, wenn finanzielle Mittel fehlen. Zustiftungen und soziale Beiträge sollen jederzeit möglich sein. So kann der Stiftungsstock kontinuierlich wachsen und Erträge für soziale Zwecke erwirtschaften. Auf diese Weise entsteht eine verlässliche Grundlage für Hilfe – getragen von der Gemeinschaft, angelegt für die Zukunft und gedacht für die Ewigkeit.

Interkommunale Zusammenarbeit schafft Mehrwert für alle Beteiligten. Über die ILE Jura-Tangrintel nutzen wir Förderprogramme gezielt, um Projekte in den Bereichen Ehrenamt, Ortsentwicklung und Gemeinschaft umzusetzen. Vereine und freie Initiativen können davon unmittelbar finanziell profitieren. Diese Programme wollen wir weiter stärken und aktiv nutzen, um zusätzliche Mittel in die Großgemeinde Beratzhausen zu holen und gemeinschaftliches Engagement nachhaltig zu fördern.

Vereine und Initiativen sollen sich auf ihre Inhalte konzentrieren können – nicht auf organisatorische Hürden. Die Gemeinde hat den Vereinen bereits umfangreiche Ausstattung für Feste und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, etwa Verkaufsbuden, eine Bühne, Beamer oder Leinwand. Mit dem weiteren Ausbau des kommunalen Vermiet- und Verleihparks stellen wir Material und Ausstattung für Veranstaltungen, Feste und Vereinsarbeit bereit. Das entlastet Ehrenamtliche finanziell und organisatorisch und stärkt damit vor allem das Kultur- und Veranstaltungsleben für die Bürgerinnen und Bürger in Beratzhausen.

Ehrenamt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Wir unterstützen örtliche Initiativen gezielt, schnell und unbürokratisch – sei es mit Material und Fördermitteln, wenn Dorfgemeinschaften selbst anpacken, wie im aktuellen Beispiel beim Dorfgemeinschaftshaus Hardt, sei es durch Entlastung von Bürokratie und Bereitstellung von Baumaterial, wenn Feuerwehren an ihren Gerätehäusern in Eigenleistung arbeiten, oder wenn ehrenamtlich Engagierte ihre Ortsteile verschönern wollen. So schaffen wir Räume für Engagement, fördern Eigeninitiative und stärken den Zusammenhalt vor Ort.

Engagement verdient Anerkennung. Mit einem neuen jährlich stattfindenden Ehrenamtstag machen wir das Ehrenamt in Beratzhausen noch sichtbar, sagen Danke, bringen Wertschätzung zum Ausdruck. Gleichzeitig schaffen wir eine offene Plattform, auf der Vereine, Initiativen und engagierte Menschen zusammenkommen. Gerade Neubürgerinnen und Neubürger oder eher zurückhaltende Menschen suchen häufig einen unkomplizierten Zugang zum Ehrenamt. Der Ehrenamtstag soll Begegnung ermöglichen, Hemmschwellen abbauen und Lust machen, sich einzubringen – auch jenseits klassischer Vereinsstrukturen. Ergänzend würdigt eine Ehrenamtskarte besonderes Engagement. Mit der Teilnahme am bundesweiten „Gemeinwohltag“ des Bundespräsidenten am 23. Mai schaffen wir zusätzlich Raum für gemeinsames Engagement und gesellschaftliche Verantwortung. Dieser Tag macht Projekte sichtbar, bringt Menschen zusammen und stärkt das Bewusstsein für Gemeinwohl und Zusammenhalt.

Vereinsübergreifende Feste und Veranstaltungen wie der Faschingszug, das Europafest, die Italienische Nacht, das Volksfest oder kirchliche Feste sind wichtige Treffpunkte für die gesamte Großgemeinde. Wir unterstützen diese Veranstaltungen koordinierend und partnerschaftlich. Sie sind zum einen gesellschaftliche Höhepunkt, zum anderen wichtige Einnahmequelle für Vereine. So stärken wir das Gemeinschaftsgefühl, fördern ehrenamtliches Engagement und beleben Beratzhausen und seine Ortsteile als lebendige Orte des Miteinanders.

Demokratie lebt von Mitwirkung. Mit der Einführung eines Bürgerhaushalts aus Einnahmen erneuerbarer Energieprojekte ermöglichen wir es den Bürgerinnen und Bürgern, über die Verwendung eines festgelegten Budgets für lokale Projekte mitzuentscheiden. So wird Beteiligung konkret erlebbar. Gleichzeitig stärken wir Transparenz, Verantwortung und Akzeptanz für kommunale Entscheidungen – direkt vor Ort und gemeinsam mit der Bürgerschaft.

Leitbild 4:
Beratzhausen jeden Tag ein Stück besser machen

Gute Kommunalpolitik zeigt sich nicht nur in großen Projekten, sondern vor allem im Alltag. In funktionierenden Abläufen, erreichbarer Verwaltung, verlässlicher Infrastruktur und in vielen kleinen Entscheidungen, die das Leben der Menschen spürbar erleichtern. Genau dort setzt dieses Leitbild an.

Beratzhausen hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Fortschritt nicht laut sein muss. Durch pragmatische Lösungen, vorausschauende Planung und den Mut, Dinge anzupacken, haben wir unsere Gemeinde Schritt für Schritt weiterentwickelt. Dabei geht es nicht um schnelle Schlagzeilen, sondern um dauerhafte Verbesserungen.

Unser Ziel ist es, Bestehendes zuverlässig zu sichern, notwendige Pflichtaufgaben verantwortungsvoll zu erfüllen und gleichzeitig Raum für Innovation, Beteiligung und neue Ideen zu schaffen. Moderne Verwaltung, transparente Kommunikation, nachhaltiges Handeln und Zukunftsvorsorge gehören für uns untrennbar zusammen.

Wir machen weiter.
Pragmatisch. Verlässlich. Mit Augenmaß.
Für ein Beratzhausen, das jeden Tag ein Stück besser wird.

Dies werden wir unter anderen erreichen durch:

Mit der Schaffung von Stellplätzen für Wohnmobile und Wohnwagen am Volksfestplatz stärken wir Naherholung und sanften Tourismus in Beratzhausen. Reisende bleiben länger im Ort, nutzen Gastronomie, Einzelhandel und Freizeitangebote –  beleben so das örtliche Leben. Gleichzeitig wird das sogenannte „Wildcampen“ sinnvoll geregelt und kanalisiert.

Dabei nutzen wir vorhandene Infrastruktur gezielt und schaffen ein unkompliziertes Angebot für Gäste, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. So verbinden wir Tourismus, Wirtschaft und Nachhaltigkeit und stärken Beratzhausen als attraktives Ziel im ländlichen Raum.

Unsere Kulturlandschaft prägt Beratzhausen. Sie ist ein zentraler Bestandteil von Lebensqualität, Identität und Naherholung. Wir setzen uns für ihren Erhalt ein und entwickeln sie behutsam weiter – in enger Abstimmung mit Landwirtschaft, Naturschutz und den Menschen vor Ort. Ziel ist es, Natur erlebbar zu machen, ohne sie zu überfordern.

Gleichzeitig stärken wir das Netz aus Rad- und Wanderwegen, machen es attraktiver und besser nutzbar. Durch neue Anziehungspunkte wie Aufenthaltsorte, Rastplätze oder besondere Angebote – etwa die Hängematten auf dem Schlossberg – schaffen wir Orte der Ruhe, des Innehaltens und der Naherholung. So verbinden wir Landschaft, Bewegung und Erholung und stärken Beratzhausen mit seinen Ortsteilen als lebenswerte Großgemeinde für Einheimische wie für Gäste.

Beratzhausen ist ausgezeichnete Europagemeinde – und dieses Profil wollen wir weiter stärken. Unsere Partnerschaft mit Ceyrat steht für gelebtes Europa im Alltag. Wir fördern Begegnungen, Austausch und gemeinsame Projekte, insbesondere für junge Menschen. Mit Aktionen und Veranstaltungen rund um Europa stärken wir das europäische Verständnis und machen deutlich: Europa beginnt vor Ort – im persönlichen Austausch und im gemeinsamen Erleben.

Viele Herausforderungen lassen sich gemeinsam besser lösen als alleine. Deshalb vertiefen wir die interkommunale Zusammenarbeit innerhalb der ILE Jura-Tangrintel, um Ressourcen zu bündeln, voneinander zu lernen und gemeinsam stärker zu werden. Durch gemeinsame Projekte, abgestimmte Planungen und den kontinuierlichen Austausch von Erfahrungen erhöhen wir Effizienz, Qualität und Handlungsspielräume – insbesondere für kleinere Kommunen.

Die ILE ermöglicht es uns, Fördermittel gezielter zu nutzen, Verwaltungsaufgaben sinnvoll zu teilen und neue Ideen gemeinsam zu entwickeln. Gleichzeitig profitieren alle beteiligten Gemeinden vom Wissen und den Kompetenzen der jeweils anderen. So entsteht Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die Kosten spart, Innovation fördert und die Entwicklung unserer Region insgesamt stärkt.

Wir bauen Onlineformulare und digitale Anträge für möglichst alle Verwaltungsvorgänge weiter aus – bis hin zu automatisierten Prozessen und, wo rechtlich möglich, schnellen oder unmittelbaren Rückmeldungen. Ziel ist es, Behördengänge zu reduzieren, Abläufe zu beschleunigen und Verwaltung zeit- und ortsunabhängig nutzbar zu machen, um so, wo nötig und wichtig, mehr Zeit für persönliche Kontakt zu schaffen.

Ergänzend zu persönlichen Terminen bieten wir digitale Sprechstunden an. So ermöglichen wir einen niedrigschwelligen Kontakt, sparen Wege und schaffen flexible Zugänge – insbesondere für Berufstätige, Familien oder mobil eingeschränkte Menschen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll Mitarbeitende entlasten, Abläufe beschleunigen und den Bürgerservice verbessern. KI unterstützt bei Routineaufgaben – die Entscheidung bleibt stets beim Menschen. So verbinden wir Effizienz mit Verantwortung, Transparenz und Bürgernähe.

Klassische Bürgerversammlungen entwickeln wir weiter zu dialogorientierten Bürgerforen. Ziel ist es, aktiven Austausch, echte Diskussion und Beteiligung auf Augenhöhe zu erleichtern. Bürgerforen sollen themenbezogen, verständlich und offen gestaltet sein und Raum für Fragen, Anregungen und unterschiedliche Perspektiven bieten. So wird Beteiligung lebendig und nachvollziehbar.

Die digitale Bürgerversammlung wurde sich als ergänzendes Beteiligungsformat gut angenommen. Wir führen sie fort und entwickeln sie weiter zu digitalen Bürgerforen, um Information und Austausch auch unabhängig von Zeit und Ort zu ermöglichen. So erreichen wir mehr Menschen und stärken Transparenz – ohne persönliche Formate zu ersetzen.

Bei ausgewählten Themen setzen wir gezielt auf Bürgerumfragen. So holen wir Meinungen frühzeitig ein, machen Stimmungsbilder sichtbar und erhöhen die Akzeptanz kommunaler Entscheidungen. Bürgerumfragen ergänzen politische Entscheidungsprozesse und stärken das Vertrauen zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Gemeinderat.

Wir bauen einfache und direkte Kommunikationswege zur Kommune weiter aus – über App, Onlineformulare und digitale Kanäle. Ziel ist eine Verwaltung, die gut erreichbar ist, Rückmeldungen ernst nimmt und zeitnah reagiert. Kommunikation soll unkompliziert sein und Hemmschwellen abbauen.

Die Heimat-Info-App entwickeln wir gemeinsam mit dem Entwickler als zentrales Informations- und Beteiligungstool stetig weiter. Sie soll informieren, erinnern, Rückmeldungen ermöglichen und den direkten Draht zwischen Gemeinde und Bürgerschaft stärken. Damit wird die App zu einem festen Bestandteil moderner kommunaler Kommunikation.

Nicht jede Verbesserung braucht ein Großprojekt oder jahrelange Planung. Wir setzen auch künftig kleine, finanzierbare Maßnahmen zügig um, wenn sie im Alltag einen spürbaren Mehrwert bringen. Dabei handeln wir pragmatisch, unbürokratisch und lösungsorientiert – etwa bei Sicherheit, Aufenthaltsqualität oder Funktionalität im öffentlichen Raum. So wird Kommunalpolitik im Alltag sichtbar.

Gute Ideen und besonderes Engagement entstehen oft direkt aus der Bürgerschaft. Mit dem Beratzhausen-Preis würdigen wir sowohl innovative Vorschläge für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde als auch herausragende Leistungen für das Gemeinwohl. Der Preis macht kreative Impulse, ehrenamtliches Engagement und alltäglichen Einsatz sichtbar und wertschätzt Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Der Beratzhausen-Preis kann in unterschiedlichen Kategorien vergeben werden – etwa für Innovation und Ideen, für besonderes Engagement oder für gesellschaftlichen Einsatz. So stärken wir Mitdenken, Mitgestalten und Zusammenhalt und zeigen: Engagement und gute Ideen machen Beratzhausen jeden Tag ein Stück besser.

Viele gute Vorschläge entstehen im täglichen Miteinander – im Gespräch, bei Terminen oder durch Hinweise aus der Bürgerschaft. Diese Ideen wollen wir auch zukünftig systematisch aufnehmen, prüfen und, wo möglich, unkompliziert umsetzen. So schaffen wir eine Kultur des Zuhörens und Machens und zeigen: Auch kleine Anregungen können große Wirkung entfalten.

Mit einem Grünen Klassenzimmer schaffen wir einen Lernort im Freien. Unterricht und Projekte können so außerhalb der klassischen Klassenräume stattfinden – offen, flexibel und praxisnah. Lernen im Freien fördert Konzentration, Abwechslung und Motivation, ohne den schulischen Alltag zu ersetzen. Das Grüne Klassenzimmer ergänzt den Unterricht sinnvoll und erweitert die Möglichkeiten moderner Bildung.

Wir entwickeln die Skateranlage weiter und ergänzen sie um einen Pumptrack. Damit schaffen wir ein weiteres attraktives Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, das Bewegung, Begegnung und Eigeninitiative fördert. Solche Angebote stärken die Aufenthaltsqualität für junge Menschen und machen Beratzhausen jugendfreundlicher.

Jugendliche wollen mitreden, wenn es um ihre Gemeinde geht. Mit der Einführung eines Jugendbeirats oder Jugendparlaments schaffen wir eine feste Beteiligungsstruktur für junge Menschen. So ermöglichen wir Mitsprache, politische Bildung und frühes Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig profitieren Entscheidungen von den Perspektiven der jungen Generation. Nicht alle Jugendlichen wollen sich dauerhaft binden. Deshalb setzen wir ergänzend auf projektbezogene Beteiligungsformate – etwa Workshops zum Wiendlgelände, Beteiligungsaktionen oder themenspezifische Jugendforen. So schaffen wir flexible Zugänge zur Mitwirkung und holen junge Menschen dort ab, wo sie stehen.

Bildung endet nicht mit der Schulzeit. Wir verstehen Lernen als lebenslangen Prozess – für Jugendliche, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren sowie für ehrenamtlich Engagierte. Gemeinsam mit der Volkshochschule, aber auch mit eigenen kommunalen Formaten, bauen wir Bildungsangebote weiter aus und machen sie vor Ort zugänglich.

Dabei geht es um praktische Kompetenzen für den Alltag, digitale Fähigkeiten, gesellschaftliche Themen, persönliche Weiterentwicklung und Unterstützung für das Ehrenamt. Ziel ist es, Wissen zu teilen, Teilhabe zu ermöglichen und Menschen in allen Lebensphasen zu stärken. So fördern wir Selbstständigkeit, Engagement und Zukunftskompetenz in unserer Gemeinde.

Klimatische Veränderungen erfordern vorausschauendes Handeln. Wir bereiten Beratzhausen gezielt auf Starkregen- und Hochwasserereignisse vor – mit Analysen, Konzepten und baulichen Maßnahmen, um Schäden zu vermeiden und die Sicherheit zu erhöhen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Information und Sensibilisierung, um das Verständnis für Eigenvorsorge und Eigenschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken.

Die zuverlässige Erfüllung kommunaler Pflichtaufgaben ist Grundlage für Vertrauen, Sicherheit und Stabilität. Dazu gehören unter anderem Abwasserentsorgung, Feuerwehr, Straßenunterhalt und Friedhöfe. Wir sichern diese Aufgaben langfristig durch vorausschauende Planung, kontinuierliche Investitionen und eine solide Finanzierung – damit Beratzhausen auch in Zukunft verlässlich funktioniert.

Dazu gehört auch die konsequente Bearbeitung grundlegender, oft wenig sichtbarer Themen wie etwa der Generalentwässerungsplan. Gerade diese planerischen Grundlagen sind entscheidend, um Infrastruktur dauerhaft funktionsfähig zu halten und spätere Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Einnahmen und Fördermöglichkeiten aus erneuerbaren Energieprojekten nutzen wir gezielt für Gemeinwohl, Beteiligung und Zukunftsprojekte – transparent und nachhaltig.

Mit Förderprogrammen pflanzen wir weiterhin gezielt Bäume und schaffen neue Grünstrukturen im gesamten Gemeindegebiet. Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zur Hitzevorsorge, verbessern das Mikroklima, spenden Schatten und erhöhen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Gleichzeitig entstehen schöne, lebenswerte Orte, die zum Verweilen einladen und die Großgemeinde Beratzhausen mit ihren 56 Ortsteilen langfristig lebenswerter machen.

Beratzhausen ist mittlerweile ein starkes Aushängeschild für gelebte Nachhaltigkeit. Referenzprojekte wie die Umnutzung eines ehemaligen Supermarktes zu einem Kindergarten, eines Feuerwehrhauses zu Wohnraum oder der evangelischen Kirche zu einem Wohnheim für Menschen mit Handicap zeigen, dass nachhaltige Entwicklung konkret, sozial und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.

Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen – durch eigene kommunale Projekte ebenso wie durch die Unterstützung von Initiativen, die Nachhaltigkeit vor Ort voranbringen. Dies beginnt bei den täglichen Entscheidungen. Deshalb berücksichtigen wir nachhaltige und ressourcenschonende Aspekte bei Planung, Bau und Betrieb kommunaler Einrichtungen, etwa durch energieeffiziente Lösungen, langlebige Materialien und kluge Nutzung bestehender Bausubstanz. So verbinden wir Umweltverantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft und langfristiger Werterhaltung.

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